Ein Training der besonderen Art

Die Trainingsgruppe von links nach rechts: Benji, Any, Zisko & Ginniavorne von links nach rechts: Thyson und Jasper

Am 14.04.2019 hatten wir die Möglichkeit mit unserer Ortsgruppe aus dem Hamburger Raum ein Staffeltraining der besonderen Art durchzuführen. Es bot sich die Möglichkeit auf dem Firmengelände der Firma Almirall (Medikamente- und Medizinprodukte) in Reinbeck zu trainieren.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Michael -ein Freund und Helfer-
Neben seiner Arbeit bei der Almirall ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig und nimmt sich zudem die Zeit, um an einem Sonntag den ganzen Tag mit uns, der Rettungshundestaffel, zu trainieren.
Ohne Ihn wäre der ganze Tag nicht möglich gewesen!
Das Firmengelände bot für uns und unsere Hunde ein super Training, um auf einem unbekannten Terrain mit vielen Versteckmöglichkeiten und Gerüchen effektiv zu arbeiten.
Das Trainingsgebiet bot jegliche Form der Personensuche an. Auf dem offenem Gelände mussten die Hunde Ihre Lauffreudigkeit unter Beweis stellen. Es galt um den See zu laufen um Büsche, Sträucher und Erdwälle abzusuchen.
Transferleistungen und eine „eingeschaltete“ Nase waren vor allem beim Absuchen des Geländes in der Feinsuche und direkt am Gebäude nötig. Rettungshund Zisko hatte keine Probleme bei dieser Aufgabe. Auf dem Boden stehend bekam er von „Oben“ Witterung. Zielsicher suchte er den nächstgelegenen Treppenaufgang zum Dach, um dort die versteckte Person anzuzeigen.
Verwinkelte Ecken, Laderampen, Haus- und Toreingänge, Kellerfenster, Blumenbeete und Entlüftungsanlagen stellten nur einige der vielseitigen Herausforderungen für die Hunde und Hundeführer dar.

Nanu, der Geruch kommt doch aus dem Container…

Jasper bei der Anzeige einer Versteckperson im Altpapiercontainer
Ist das Oskar aus der Mülltonne?

Helfer Axel nahm die Kletterpartie in den Container auf sich, um den Hundenasen etwas Einsatz abzuverlangen.

Gleich geht es los…

Hundeführerin Martina mit Ihrem Benji in Startposition.
Gefunden! Benji ist seiner Nase gefolgt und hat Helfer Jessica hinter dem Wall gefunden. Auf eine kurze Anzeige hin gibt es die Bestätigung.
Fokussiert auf die Stimme und Handbewegung des Hundeführers- Ginnia ist voll konzentriert und wartet auf das Kommando.
Any hat Witterung.

Trotz geschlossener Türen und Fenster. Einer erfahrenen Rettungshündin kann man so schnell nichts vormachen. Der Helfer sitzt in einer geschlossenen Hütte. Lediglich die Luftschlitze oben an der Türe geben kleinste Geruchsmoleküle in die Außenumgebung ab.

Damit ein Hund diese Transferleistung erbringen kann, bedarf es einer soliden Ausbildung und effektivem Training.

Der Moment des Öffnens der Tür

Nach intensiver Anzeige der Moment der Erlösung. Hundeführer Axel öffnet die Tür hinter der sich der Helfer befindet.

Rettungshundeführerin Susann mit Thyson. Das Ritual des Starts ist immer gleich.
Michael und Thyson: Thyson hat gefunden und erfreut sich nun seiner Belohnung.

Und mögest du noch so gut versteckt sein…

Der geschulten Nase von Thyson ist der Geruch von Helfer Jessica auch bei geschlossener Tür der Gartenlaube nicht entgangen. Zielsicher hat er sich seinen Weg gebahnt, Hindernisse umlaufen, um dann auszulösen. Beim Eintreffen der Hundeführerin gab es dann die ersehnte Belohnung aus dem Futterbeutel.

Am Ende dieses ereignisreichen Tages fuhren sowohl wir, als auch unsere Hunde, mit vielen tollen Eindrücken nach Hause. Das Angebot, diese Art des Trainings alsbald zu wiederholen, nahmen wir noch an Ort und Stelle dankend an.